Algerische Gesellschaft in Deutschland e.V. - algid



 



Milliarden-Rüstungsauftrag für Deutschland

      26. April 2009, 19:38

Algerische Marine will angeblich vier Fregatten von ThyssenKrupp kaufen

Paris - Die deutsche Rüstungsindustrie kann sich laut einem algerischen Zeitungsbericht Hoffnung auf einen zwei Milliarden Euro schweren Auftrag für Kriegsschiffe machen. Die algerische Marine wolle vier Fregatten kaufen, berichtete die Zeitung "Le Quotidien d'Oran". Deutschland sei derzeit Kandidat Nummer eins für die Lieferung. Seit dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Algier im vergangenen Jahr gebe es Gespräche mit der Deutschen Marine.

Algerien ist dem Bericht zufolge vor allem an den neuen Fregatten der Klasse 125 von ThyssenKrupp Marine Systems interessiert. Die rund 140 Meter langen Schiffe wurden unter anderem für die Bekämpfung von Landzielen, die Beförderung von Spezialkräften und für Evakuierungseinsätze entwickelt. Konkurrenten für den Auftrag sollen unter anderem aus den USA, Russland, Frankreich und Italien kommen. (APA/dpa)

 

Auszug aus derStandard.at

http://derstandard.at/?url=/?id=1240549890156

 

 

 Strom aus der Wüste

Mehrere führende deutsche Zeitschriften haben sich dem Thema Erneuerebare Energien (Solarenergie ) und deren Bezug aus der Sahar  gewidmet.

Der Begriff "Sonnescheichs" fand ich sehr interessant.

Im Gegensatz zum Erdöl und Erdgas ist die Sonne als Energiequelle unerschöpflich ( nach menschlichen Maßstäben)

 www.sueddeutsche.de/wissen/603/462222/text/

Auszug aus der online ausgabe der Süddeutschen Zeitung

Datum 03.07.2008 

Artikel aus der webside von RINA ( Russische Informations- und Nachrichetenagentur ) entnommen.

zur RINA hier klicken 

MOSKAU, 03. Juli (RIA Novosti). Die nach Russland zwei weltgrößten Gasexporteure Katar und Algerien bestehen auf einer Prüfung des Preisverhältnisses zwischen Öl und Gas, schreibt die russische Zeitung "Wremja Nowostej" am Donnerstag.

Algeriens Energieminister Schakib Chalil, zugleich OPEC-Vorsitzender, hat die Überzeugung geäußert, dass die Gaspreise bald die Ölpreise einholen würden. Außerdem teilte Chalil mit, dass Algerien aufhören wolle, langfristige Verträge zu unterzeichnen, die den Preisanstieg bei Gas ungerechterweise eindämmen und bei Preisverhandlungen mit Käufern störend wirken. Dieser Beschluss kann einer der ersten tatsächlichen Schritte zur Schaffung eines Gaskartells werden.

Der russische Energieriese Gazprom hält sich weiter an stabilen langfristigen Vereinbarungen. "Unsere Idee ist Aufrechterhaltung der Stabilität", erläuterte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow gestern "Wremja Nowostej". "Wir wollen wegen augenblicklicher Gewinne keine heftigen Schritte unternehmen." Langfristige Verträge würden es erlauben, setzte er fort, die Balance zwischen den Interessen der Lieferanten und denen der Verbraucher zu halten.

Sonderbar genug, aber Vorschläge, die Gas- von den Ölpreisen abzutrennen, kommen neuerdings aus Brüssel. Einige Experten und Politiker erklären diese Idee mit dem Wunsch, dem Gaspreisanstieg ein Ende zu setzen, denn viele halten diese Preise für rein spekulativ. Die Initiative von Katar und Algerien zeugt davon, dass sie von besagter Idee ein direkt entgegengesetztes Ergebnis erwarten.

Gegenwärtig ist Gas ungefähr um 40 Prozent billiger als "schwarzes Gold". "Es ist eine historische Absurdität, dass Erdöl, das in Bezug auf die Verbrennungswärme und Ökologie Gas nachsteht, mehr kostet als Gas", gibt Leonid Grigorjew, Präsident des Instituts für Wirtschaft und Finanzen, zu. "Zugleich wird Erdöl hauptsächlich für die Produktion von Autokraftstoff und nicht als Wärme- oder Stromenergie genutzt." Zum Teil ist mit ihm Wladimir Milow, Präsident des Instituts für Energiepolitik, einverstanden: "Erdöl lässt sich als Verkehrskraftstoff schwer ersetzen, im Unterschied zu Gas, das bei der Stromerzeugung relativ leicht durch Kohle zu ersetzen ist." Die überhöhten Gaspreise hätten schon, sagt er, in Europa die Nachfrage nach Kohle gesteigert. Dieser Trend werde sich, so Milow, erhalten: "Deshalb sollten sich die Gaslieferanten Gedanken darüber machen, dass sie in ihrer Jagd nach Superprofiten einen Teil des Marktes an die Produzenten anderer Brennstoffe abtreten werden müssen."

Nach Grigorjews Ansicht bergen die Erklärungen von Algerien und Katar bisher keine direkte Gefahr der Gründung eines Gaskartells in sich. Doch der Beginn der Diskussion zeuge davon, dass einige Produzenten von verflüssigtem Naturgas auf eine Änderung des Preisformelsystems Anspruch erheben.

 

Datum 24.05.2008 

Algerien: Petrodollars für den Aufbau

Ein zweites Dubai? Wie am persischen Golf spült in Algerien der hohe Ölpreis Milliarden in die Staatskassen, die für den Ausbau der Infrastruktur genutzt werden. Die Regierung will so Investoren und Touristen anlocken.

Algerien will im großen Tourismus-Geschäft mitmischen, das im letzten Jahr weltweit ein Wachstum von sechs Prozent verzeichnete. Das Land hat einiges zu bieten: Der größte und landschaftlich interessanteste Teil der Sahara liegt in Algerien – die Wüste macht vier Fünftel der Gesamtfläche des Landes aus. Algerien bietet römische Ruinen und unberührte Natur. Doch trotz 1200 Kilometer Küste empfängt das Land bisher nur ein Prozent der Mittelmeertouristen.

Elf Millionen sind das Ziel von Tourismusminister Cherif Rahmani, der auch für Umwelt und Landbebauung zuständig ist - allerdings erst in relativ ferner Zukunft: 2025. "Unser Land ist im Aufbau begriffen, wir können nicht im kommenden Juni hunderttausende von Touristen herholen", sagt Rahmani. "Wir wollen heute geduldig die Grundlage schaffen, es braucht Infrastruktur und Personal und keine großen Ankündigungen oder auffällige Werbung ohne was dahinter."

Kontrollen wie am Flughafen

Die bestehenden Hotels sind heute schon ausgebucht, vor allem im Sommer, wenn die Algerier selbst im eigenen Land Urlaub machen. Aus dem Ausland kamen 2007 rund 1,7 Millionen Urlauber. Die meisten davon sind im Ausland lebende Algerier und ihre Familien. Etwas mehr als eine halbe Million Europäer wagten sich nach Algerien; meist Geschäftsleute, die in den Hotels von internationalem Standard absteigen. Das Sheraton liegt im sogenannten Club des Pins von Algiers, eine Zone am Meer, in der besondere Sicherheitsvorkehrungen gelten. Während des Terrors der 90er Jahre wohnten hier Minister, Journalisten und sonstige bedrohte Prominenz. Am Eingang des Hotels müssen Besucher und Gepäck durch Sicherheitsschleusen wie am Flughafen. "Das ist nichts Neues, ob das Hotel in Europa steht oder in Asien oder hier", sagt Hans-Jörg Kreitner, der österreichische Chef des Sheratons. "Es gibt gewisse Sicherheitsstandards, und die haben wir hier voll eingeführt."

Auf dem über 30 Kilometer langen Weg vom Club des Pins ins Stadtzentrum von Algier gibt es immer wieder Polizeisperren, aber vor allem sieht man Baustellen: Hochhäuser werden errichtet, an der Metro wird gebaut, die Bucht von Algier wird renoviert, die Kasbah, die Altstadt restauriert, eine Straßenbahn ist in Planung. "Mit den Erdöl-Einnahmen bauen wir die nötige Infrastruktur für Investoren", sagt Djamel Zenguine von der Nationalen Agentur für ausländische Investitionen. "Algerien ist heute eine Baustelle unter freiem Himmel."

Wachstum zum Himmel

Tourismus, Industrie, Landwirtschaft, Fischfang und auch der Umweltsektor sind in Algerien aufzubauen. Ausländische Investoren geben sich in den Kabinetts der Ministerien die Klinke in die Hand. Die Europäer sind die zweitgrößten Invostoren. Die größten Summen kommen von Firmen aus den Golfstaaten: Milliardenschwere Immobilienprojekte für luxuriöse Hotelkomplexe am Meer, deren Modelle an die neue Architektur in Dubai erinnern - kolossal und mit viel Beton. "Wir lassen überall 80 Prozent für Grünflächen. Ob Ihnen das gefällt oder nicht: Alle Großstädte der Welt bauen in die Höhe, schauen Sie die Projekte in Paris, New York oder London an", sagt Minister Rahmani. "Aber ich betone: dieses Wachstum zum Himmel muss unbedingt von Qualität und auf bestimmte Orte begrenzt sein."
Wird das Volk etwas haben von dem Aufschwung? Allein der Tourismus soll 200.000 Arbeitsplätze schaffen. Für den Bau des neuen Stadtparks in Algier, der größer sein wird als der Central Park in New York oder der Hyde Park in London, werden 24.000 Menschen eingestellt, heißt es von offizieller Seite. Und es bleibt noch viel zu tun. "Algerien hat die Phase des Freiheitskampfes hinter sich, der 1,5 Millionen Tote gefordert hat. Es hat die Phase der Arabisierung hinter sich mit verheerenden Folgen für das Ausbildungssystem", sagt Hans Karpe, Leiter des Büros der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Algier. "Es hat die Phase des Sozialismus und die Phase des Fundamentalismus hinter sich - und Relikte davon sind überall noch in irgendeiner Form vorhanden."

Dennoch klingt die Zukunftsmusik so vielversprechend, dass auch die deutsche Wirtschaft immer mehr Interesse zeigt. 2006 wurde die Deutsch-Algerische Handelskammer in Algier eingeweiht. Sie rechnet mit einem enormen Wachstumspotenzial, einem gigantischen Nachholbedarf und einer rasant steigenden Nachfrage bei Konsumgütern. Vor allem im Umweltbereich genießt "Made in Germany" hohes Ansehen. Mit deutscher Hilfe hat sich Algerien die modernste Umweltgesetzgebung von ganz Afrika gegeben.


Martina Zimmermann

Quelle: Deutsche Welle
 

 

GE und algerische Regierung eröffnen Afrikas größte Meerwasserentsalzungsanlage

GE bringt Millionen Menschen in Algier trockenheitsunabhängige Wasserversorgung --

Erwarteter Anstieg strukturierter Wassergroßprojekten um 80 % in 2008

ALGIER, Algerien & TREVOSE, Pennsylvania, USA--(BUSINESS WIRE)-- Nach einer anhaltenden Trinkwasserverknappung in der Stadt Algier erfuhr Algerien heute dank der offiziellen Eröffnung der 250 Millionen US-Dollar teuren Meerwasserentsalzungsanlage Hamma Seawater Desalination Plant (SWDP) eine deutliche Verbesserung der Wasserversorgung der Stadt. Die Anlage wurde vom algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika und Jeff Garwood, President und CEO, GE Water & Process Technologies, einer Unternehmenseinheit von General Electric Company (NYSE: GE) eingeweiht. Hamma SWDP wurde rechtzeitig und budgetgerecht innerhalb von 24 Monaten fertiggestellt. Die Anlage sieht die Verwendung von hochentwickelten, Ecomagination-zertifizierten Umkehrosmose-Membranen vor, eine Technologie, mit der bis zu 200.000 Kubikmeter Meerwasser pro Tag gereinigt werden können. Auf diese Weise wird eine zuverlässige und trockenheitsunabhängige Süßwasserversorgung gewährleistet.

Über viele Jahre war eine angemessene Wasserversorgung in Algier nahezu unmöglich, da der private und gewerbliche Bedarf die Versorgung regelrecht sprengte. Mehr als 2,5 Millionen Landbewohner haben sich in den vergangenen fünfzig Jahren in der Stadt Algier niedergelassen, wodurch die Einwohnerzahl enorm anschwellte und die Wasserversorgung sowie die Infrastruktur der Stadt vor ernsthafte Probleme stellte. In der Folge mussten die Bewohner mit einer gravierenden Wasserverknappung kämpfen und wurden häufig nur wenige Stunden am Tag und bisweilen nur einmal alle drei Tage mit Wasser versorgt.

"Wir sind stolz, dass wir an der Meerwasserentsalzungsanlage Hamma Seawater Desalination Plant mitwirken durften. Das Projekt ist ein großartiges Beispiel dafür, wie private und öffentliche Partnerschaften dazu beitragen können, drängende Wasserversorgungsprobleme zu lösen," so Jeff Garwood. "Partnerschaften wie diese, mit der algerischen Regierung und AEC, in Kombination mit unseren weltweiten Finanzierungsmöglichkeiten und unserem großen Portfolio mit Ausrüstung, Chemikalien und Dienstleistungen versetzen GE in eine einzigartige Position, um Lösungen für die weltweit zunehmenden Wasserversorgungsprobleme zu finden. Unsere rasante Entwicklung setzt sich fort und für 2008 erwarten wir einen Anstieg von GEs strukturierten Großprojekten wie Hamma um 80 Prozent. Wir sind überaus erfreut über die Aussichten, die sich für das kommende Jahr abzeichnen, und wir freuen uns, finanziell tragbare, zeitlich im Plan liegende und budgetgerechte Wasserbehandlungslösungen für unsere Kunden rund um den Globus bereitstellen zu können."

Darüber hinaus ist die Anlage Hamma SWDP mithilfe eines Joint Venture ins Leben gerufen wurde, bei dem öffentliche Investitionen sowie Private Equity miteinander kombiniert werden. Die speziell für diesen Zweck gegründete Gesellschaft Hamma Water Desalination SpA vereint 70 Prozent Finanzierungsmittel von General Electric und 30 Prozent der staatlichen Algerian Energy Company. Die Overseas Private Investment Company, die US-Unternehmen bei Investitionen in neue Märkte und Märkte der Schwellenländer unterstützt, stellte Mittel in Höhe von 200 Millionen US-Dollar für das Projekt bereit. Darüber hinaus erhielt GE den Zuschlag für einen Vertrag über den Betrieb und die Instandhaltung der Anlage mit einer Laufzeit von 25 Jahren.

Mit der Eröffnung von Hamma SWDP setzt GE den Ausbau seiner Führungsposition bei der Bereitstellung von Meerwasserentsalzungsanlagen in großem Maßstab fort, bei denen die hochentwickelte, Ecomagination-zertifizierte Membrantechnologie zum Einsatz kommt, die neue Quellen reinen Süßwassers generiert. GEs Entsalzungstechnologie wird gegenwärtig in mehr als 1.500 Anlagen weltweit eingesetzt, die mehr als 700 Millionen Hektoliter Süßwasser pro Tag für Gemeinden, Städte, Industrie und die Landwirtschaft bereitstellen. Ecomagination-Produkte von GE werden unabhängig geprüft und tragen durch die Produktion von ergiebigen Quellen reinen Wassers, sauberer, effizienterer Energiequellen und durch reduzierte Treibhausgasemissionen zur Lösung von schwierigen Umweltproblemen bei.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ge.com/water.

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Deutsch-algerische Kooperation zu effizienter Energieumwandlung und erneuerbaren Energien

5.2.2008
Vereinbarung zwischen DLR und NEAL in Brüssel unterzeichnet

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die algerische Agentur für erneuerbare Energien NEAL (New Energy Algeria) wollen künftig in der Solarforschung miteinander enger kooperieren. Der Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, unterzeichnete in der Vorwoche in Brüssel gemeinsam mit Badis Derradji, Präsident und Generaldirektor der NEAL, einen Kooperationsvertrag. Wörner freute sich über das Zustandekommen der Kooperation und sagte: "Mit Algerien haben wir einen starken Partner, der eine wichtige Vorreiterrolle bei der Nutzung der solarthermischen Stromerzeugung in Nordafrika ausübt."
Gegenstand der Vereinbarung zwischen DLR und NEAL sind insbesondere gemeinsame Projekte bei der Solarforschung. Von besonderer Bedeutung ist hierbei, dass mit direktem Zugang zu dem ersten algerischen solarthermischen Kraftwerk
bei Hassi R'mel, etwa 420 Kilometer südlich der Hauptstadt Algier, die dort gewonnenen
Betriebserfahrungen wissenschaftlich auswertbar werden. DLR und NEAL wollen an der Kostenreduktion durch Optimierung des Kraftwerksbetriebs sowie an der Entwicklung weiterer solarthermischer Technologien und neuer Komponententests arbeiten. Neben der solaren Kraftwerkstechnologie sind die solare Herstellung von Wasserstoff 
und die Brennstoffzellentechnologie, die thermische Prozesstechnik sowie die Systemanalyse und Technologiebewertung von beiderseitigem Interesse. Weiterhin wurden der Austausch von Wissenschaftlern und Doktoranden sowie die Beratung zu den oben genannten Technologien vereinbart.

New Energy Algeria ist eine vom algerischen Staat ins Leben gerufene Agentur zur Entwicklung erneuerbarer Energien und organisatorisch ein Tochterunternehmen der staatlichen algerischen Energieunternehmen. Algerien besitzt einerseits große Reserven der fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas und weist andererseits ein enormes Potenzial für die Nutzung erneuerbarer Energien auf, insbesondere der Solarenergie. Dies bestätigt eine Studie, die das DLR im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit (BMU) erstellt hat. In Algerien wird derzeit ein 150 Megawatt-Kraftwerk gebaut, das bei einem 25 Megawatt-Solaranteil betrieben wird.

Neben der Bereitstellung erneuerbaren Stroms für den eigenen wachsenden Bedarf ist es in algerischem Interesse, mittel- bis langfristig Solarstrom nach Zentraleuropa zu exportieren. Für die deutsche und europäische Industrie ist der Export von Schlüsselkomponenten für Solarthermische Kraftwerke
ein aussichtsreicher Zukunftsmarkt. Zur Beschleunigung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hat auch Algerien ein Strom-Einspeisegesetz verabschiedet. Auf dem Weg zur notwendigen Reduktion der solaren Stromgestehungskosten sind noch deutliche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erforderlich.

Quelle: DLR

Artikle entnommen aus :www.oekonews.at 

 

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Aus dem Online Magazin : Sat + KABEL

 

Montag, 03. Dezember 2007, 14:51 Uhr
Satellit: DVB-T in Algerien: Auftakt mit sieben Programmen der TDA über Eutelsat


(rb) Um auch in Algerien digitales terrestrisches Fernsehen und Hörfunk einführen zu können, greift der dortige Programmanbieter Télédiffusion d’Algérie (TDA) auf den Satelliten Atlantic Bird 3 zurück.

Nach Angaben des Satellitenbetreibers Eutelsat am Montag hat TDA am 1. Dezember über diese Plattform mit der Ausstrahlung des Digitalpaketes an direkt empfangende Satellitenhaushalte begonnen. Das Paket besteht aus drei frei-empfangbaren TV-Programmen (La Chaîne 1, Canal Algérie und A3) sowie vier Hörfunksendern (CH I, CH II, CH III und RAI - Radio Algérie International).

Mit den durch TDA angemieteten Kapazitäten könne
DVB-T in ganz Algerien, dem zweitgrößten Land Afrikas, empfangen werden, hieß es. In der ersten Phase stehen die digitalen Programme zunächst aber nur direkt empfangenden Satellitenhaushalten zur Verfügung. In einer zweiten Phase sollen die Programme an die Umsetzer für die terrestrische Verbreitung herangeführt werden.

Der Fünfjahresvertrag zwischen
Eutelsat und der TDA gilt für einen 36MHz Transponder auf dem Satelliten "Atlantic Bird 3". Dieser Transponder ist mit einem auf Algerien ausgerichteten steuerbaren Beam verbunden. Dessen Ausleuchtzone deckt neben Algerien nach Angaben von Eutelsat die Maghreb-Region sowie den Mittelmeerraum ab. Die digitalen Programme lassen sich hier bereits mit 60-Zentimeter Satellitenantennen direkt empfangen.

 

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Dieser Artikel aus der " die Zeit" ist zwar schon ein paar Tage alt , hat aber noch einen gewissen Aktualitätswert, da er wirtschaftliche Prognosen für 2009 aufzeigt.

 

Algerien lockt Unternehmen

Algerien lockt deutsche Unternehmen mit milliardenschweren Investitionsplänen. Das arabische Land will seine Wirtschaft modernisieren und bis 2009 insgesamt 65 Mrd. Dollar vor allem in Infrastruktur investieren.

Die Zeit, 29. November 2005

BERLIN. "Wir sind das industrialisierteste Land in der Region, aber nicht wettbewerbsfähig", sagte Investitionsminister Abdelhamid Temmar am Rande eines deutsch-algerischen Wirtschaftsforums in Berlin dem Handelsblatt. Das wolle man jetzt ändern, vorzugsweise mit deutschen Partnern.

Der Grundstein, das Programm zur Wirtschaftlichen Erneuerung, sei gelegt, sagte Temmar. Staatsunternehmen stünden zur Privatisierung bereit, die ersten Projekte seien ausgeschrieben, manche bereits vergeben. "Wir möchten, dass sich deutsche Unternehmen an den Ausschreibungen beteiligen."

Deutschland genießt in arabischen Staaten traditionell einen guten Ruf. In Algerien hatten deutsche Unternehmen in den 1970er Jahren, nach der Unabhängigkeit des Landes, viele Industriebetriebe mit Maschinen und Anlagen ausgestattet. Viele Kontakte rissen während der Terrorwelle in den 90er Jahren ab. Die Geschichte biete aber bis heute Anknüpfungspunkte, sagte Jochen Clausnitzer, Leiter des Referats Nah- und Mittelost sowie Nordafrika beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Im Export nach Algerien sei die frühere Kolonialmacht Frankreich noch etwa viermal so stark wie die Deutschen. Aber bei der jetzt begonnenen Modernisierung algerischer Unternehmen lägen die Deutschen "gut im Rennen".

Andreas Hergenröther, Geschäftsführer der Deutsch-Algerischen Industrie- und Handelskammer (AHK), sprach von einer "Riesen-Chance" für die deutsche Wirtschaft. Es sei "durchaus im Bereich des Möglichen", dass deutsche Unternehmen an dem Paket in zweistelliger Milliarden-Größenordnung partizipieren könnten.

Große Unternehmen warten seit mehreren Jahren darauf, dass Algerien seine Devisenreserven in Projekte investiert. "Die Pferde stehen im Wasser, aber sie saufen nicht", kommentierten Wirtschaftsvertreter regelmäßig. Dieser Satz gilt jetzt als überholt. " Algerien gibt sein Geld nun aus", so Clausnitzer. Im Oktober 2005 lagen die Devisenreserven bei rund 51 Mrd. Dollar. Gleichzeitig, so die AHK, würden die Auslandsschulden rasant abgebaut. Das Wirtschaftswachstum lag 2005 bei 5,5 Prozent.

Neue Impulse bekamen die deutsch-algerischen Wirtschaftsbeziehungen vor einem Jahr mit der Reise von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder nach Algier - der erste deutsche Kanzler, der nach 30 Jahren Auszeit nach Algerien gereist war. Jetzt aber "geht es erst richtig los", meint Peter Donnerbauer, Chef von Siemens Algerien. Siemens habe erst gerade den Zuschlag für den Neubau der Metro in Algier bekommen. Jetzt stünde die Entscheidung über den Bau von 64 Triebwagen für die S-Bahn sowie über den Bau eines Kraftwerks an. Beide Investments kommen Siemens zufolge auf ein Volumen von jeweils 500 Mill. Euro.

"Wir sind Profitknechte", sagte Werner Schoeltzke, Chef von MAN Ferrostaal. "Das heißt, wir gehen dorthin, wo die Investitionsbedingungen stimmen und ein Markt vorhanden ist." Algerien sei in dieser Hinsicht ein kommender Markt. Das bestätigt die Knauf-Gruppe: Sie unterzeichnete gestern die Verträge über den Einstieg in ein staatliches Gipsunternehmen. Gips ist für den algerischen Baumarkt von großer Bedeutung. Bis 2009 sollen eine Million neue Wohnungen gebaut werden.

PERSPEKTIVEN FÜR DIE DEUTSCHE WIRTSCHAFT

Reiches Land Algerien ist der fünftgrößte Gasproduzent weltweit und verfügt über erhebliche Erdöl- und Erdgasvorkommen. Der Export steigert einerseits die Devisenreserven des Landes, andererseits das Geschäftspotenzial für Unternehmen im Bereich des Anlagenbaus und als Zulieferer und Dienstleister im Energiesektor.

Potenzial Wachstumsperspektiven bieten auch der Informations- und Kommunikationssektor, die Bereiche Automobil, Bau, Pharma und Wasser. Das algerische Leitungsnetz gilt als extrem veraltet. Straßen und Autobahnen sollen neu gebaut bzw. modernisiert werden, ebenso Wohnungen sowie Schulen und Unis. Die Sicherheitslage ist stabil